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San Miniato in Italien

San Miniato ist germanischen Ursprungs und seit dem Mittelalter bis 1945 als San Miniato al Tedesco (dem Deutschen) bekannt - eine idyllische mittelalterliche Stadt mit ca. 28.000 Einwohnern in der toskanischen Provinz Pisa.

Die Stadt ist Mitglied der Cittaslow, einer 1999 in Italien gegründeten weltumspannenden Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in kleineren Städten, und wurde einst strategisch ausgewählt auf einem Hügel entlang des Flusses Arno auf halbem Wege zwischen Florenz und Pisa.
Schon der deutsche Kaiser Barbarossa machte den Ort zum Zentrum für die kaiserlichen Finanzen der gesamten Toskana, das führte zum Beinamen „al tedesco“.
Friedrich II. von Hohenstaufen errichtete im Jahre 1218 eine Burg und verlieh der Stadt zahlreiche Privilegien. Er ließ die Stadt aber auch aus militärischen Gründen vollständig umbauen.

Mit dem Ende der Staufer wurde San Miniato zur freien Kommune. Unabhängigkeit und Wohlstand prägen die Stadt. 1622 erhob die Florentiner Signorina Maria Magdalena von Österreich, Gemahlin von Cosimo de´ Medici, eine Frau aus dem deutschsprachigen Raum, San Miniato zum Bischofssitz. Die Stadt nahm weiter einen bedeutenden Aufschwung.
Am Ende des 19. Jahrhunderts war die städtebauliche Entwicklung von San Miniato abgeschlossen. Aber sie wurde im 20. Jahrhundert nicht verschont. Am 22. Juli 1944 verübten die Amerikaner im Dom ein Massaker, bei dem 55 Personen starben und die deutsche Wehrmacht zerstörte die Burg und Teile der mittelalterlichen Stadtviertel.
Als Zeichen der Wiedergeburt wurde die Burg 1957 wiedererrichtet. Das Motto der Stadt verdeutlicht die Geschichte: So gibt’s uns alte Ehren zurück.

Die Innenstadt ist voller geschichtsträchtiger Paläste und Kirchen - herausragend der Dom an der Piazza del Duomo aus dem 13. Jahrhundert. Das angeschlossene Museum zeigt wertvolle Kirchenkunst aus dem 13. - 17. Jahrhundert.

San Miniato und das umliegende Gebiet vermitteln einen umfassenden Querschnitt der Toskana. Hier verbinden sich moderne Entwicklung und alte Traditionen: eine tausendjährige Geschichte, ein reiches kulturelles Erbe – eingebettet in eine sanfte Landschaft.

Im Gemeindegebiet von San Miniato konzentriert sich eines der wichtigsten europäischen Industriezentren der Leder- und Fellverarbeitung mit einem Anteil von 85% der landesweiten Lederproduktion. Und mit einer Kläranlage als gutem Beispiel für ökologische Nachhaltigkeit. Hier kann man auch noch die alte bäuerliche Kultur erleben und vor allem den im Untergrund von San Miniato befindlichen Schatz: den weißen Trüffel. Und so findet jedes Jahr im November in San Miniato die Mostra Mercato Nazionale del Tartufo Bianco statt – ein Fest für Gäste aus nah und fern.

Seit 2010 bestehen viele freundschaftliche Kontakte zwischen Apolda und San Miniato mit persönlichen Begegnungen, dem Austausch von Praktikanten, mit kulturellen Höhepunkte und Bürgerreisen. So entstand der Wunsch nach einem Städtepartnerschaftsvertrag auf beiden Seiten. Der offizielle Vertrag wurde während des Zwiebelmarktes 2017 in Apolda sowie des Festes des weißen Trüffels in San Miniato von den Bürgermeistern unterzeichnet.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Verein "Internationale Städtepartnerschaften Apolda e. V."
Vorsitzender Frank Schmidt
Christian-Zimmermann-Str. 55
99510 Apolda
Tel. + 49 3644 612116
E-Mail schreiben