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Unternehmensratgeber der Stadt Apolda
Betreuung von Kindern in unserer Stadt
Betreuung von Kindern ab dem 3. Lebensmonat
Die Stadt Apolda, als öffentlicher Träger von acht Kindertageseinrichtungen, stellt mit ihrem Betreuungsangebot rund 630 Plätze für Kinder im Alter von drei Monaten bis zum Schulbeginn zur Verfügung.
Weitere 173 Plätze werden durch eine Einrichtung in freier Trägerschaft angeboten.
Acht städtische Kindertageseinrichtungen übernehmen neben den Aufgaben als Tageseinrichtung die sozialraumbezogene Planung und Koordination von familien-unterstützenden Angeboten im Stadtteil. Ihre Standorte befinden sich im gesamten Stadtgebiet und in den Ortsteilen Herressen-Sulzbach und Oberroßla/Rödigsdorf.
Darüber hinaus bieten derzeit vier anerkannte Kindertagespflegepersonen die Betreuung für ca. 20 Kinder im Alter von drei Monaten bis zu 3 Jahren an.
Kinder ab einem Jahr haben einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertages-einrichtung. Im Bedarfsfall können die Eltern ihre Kinder ab dem 3. Lebensmonat in zwei Kindereinrichtungen sowie von den vier Kindertagespflegepersonen betreuen lassen. Mit der frühen Förderung der Betreuung von Kindern unter drei Jahren ermöglichen wir die Möglichkeit zur Weiterführung und Beendigung der Berufsausbildung sowie die Berufstätigkeit bzw. einen frühen Wiedereinstieg von Müttern und Vätern in die Arbeitswelt.
Die Kindertageseinrichtungen sind an Werktagen montags bis freitags von 6:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Kindertageseinrichtung „Albert Schweitzer“ ist ab 5:30 Uhr geöffnet und schließt um 18.00 Uhr.
Damit erweitern wir den Öffnungszeitraum über den Rechtsanspruch von 10 Stunden hinaus.
Die Eltern haben außerdem die Möglichkeit, ihr Kind halbtags in der Zeit von 7:00 Uhr bis 12:00.Uhr zur Betreuung bis zu 5 Stunden in der Kindertageseinrichtung zu geben.
In den acht Kindertageseinrichtungen der Stadt Apolda bieten wir unseren Kindern drei Mahlzeiten an, die in der Regel aus einem Frühstück mit einer Obstmahlzeit, einem frischgekochten Mittagessen und einem Nachmittagsimbiss bestehen. Dabei wird auf ein abwechslungs- und vitaminreiches sowie für die Kinder gut bekömmliches Essen geachtet. Getränke werden neben den Mahlzeiten entsprechend des Bedarfes angeboten.
Konzeptionelle Arbeit:
Die acht kommunalen Kindereinrichtungen der Stadt Apolda sind ein wichtiger sozialer Standortfaktor des Ortes, in denen Kinder unterschiedlichster sozialer Herkunft und Weltanschauungen zusammen aufwachsen können.
In öffentlicher Trägerschaft fördern sie mit ihrer weltanschaulich neutralen Arbeit die Kultur des Aufwachsens in dieser Stadt und ermöglichen gleiche Bildungschancen für alle Kinder. Sie sind lebendige und zentrale Orte im Netzwerk des Gemeinwesens und Treffpunkt für Eltern, Großeltern und Kindern dieser Stadt.
All unsere kommunalen Kindertageseinrichtungen sind fest in der städtischen Gemeinschaft und in den Ortsteilen verwurzelt. Sie bereichern durch eine Vielzahl von Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Einrichtungen das soziale und kulturelle Leben der Region.
Alle Einrichtungen arbeiten auf der Grundlage des Thüringer Bildungs- und Erziehungs-planes, des Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetzes und des Trägerkonzeptes.
Leitgedanken des Trägerkonzeptes sind: „Bei uns ist Platz für jedes Kind“.
Kinder unterschiedlichster sozialer Herkunft und Weltanschauungen können in unseren Kindereinrichtungen zusammen aufwachsen. Hier lernen und spielen sie gemeinsam, sammeln erste Erfahrungen mit anderen und der Welt außerhalb der Familie.
„Dass Kinder von klein auf Demokratie leben, ist Leitbild für alle pädagogischen Überlegungen in unseren Kindertageseinrichtungen.“
Die Grundwerte unserer demokratischen Gesellschaft wie Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Partizipation sind uns dabei von besonderer Bedeutung.
Geprägt von dieser Grundidee der Partizipation und dem Vertrauen auf die Entwicklungs-potentiale der Kinder werden Kinder zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer eigenen Umwelt, in der sie auf Entdeckungsreise gehen. Diese Bildungspotentiale, die jedes Kind von Geburt aus mitbringt, sollen frühzeitig entdeckt, ganzheitlich gefördert und herausgefordert werden. Damit wollen wir Grundvoraussetzungen schaffen, dass sich Kinder in unserer komplexen Welt besser zurechtfinden können.
Das pädagogische Handeln wird bestimmt durch die Werte Gleichheit, Toleranz und Gerechtigkeit und die Anerkennung der Individualität jeden Kindes, unabhängig von seinen Fähigkeiten.
Entsprechend dieser Trägerkonzeption erarbeiten die Tageseinrichtungen einrichtungsspezifische Konzepte, die die Besonderheiten der Lebensverhältnisse der Kinder in ihrem sozialen Umfeld berücksichtigen und detailliert Ziele, Inhalte und Methoden beschreiben. Sie können vor Ort eingesehen werden.
In den Konzeptionen der Kindertageseinrichtungen unserer Stadt sind die verschiedenen pädagogischen Ansätze und Andersartigkeiten der Kindereinrichtungen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Sie sind ein plurales Angebot mit einer Vielzahl von Inhalten, Methoden und Arbeitsformen für Eltern mit verschiedenen Wertorientierungen. Jede Einrichtung hat ihre besondere pädagogische Ausrichtung, durch die immer wieder neue konzeptionelle Wege in der pädagogischen Arbeit möglich werden. Sie stellen somit ein Angebot für Eltern dar, die unter verschiedenen pädagogischen Konzepten und Einrichtungen auswählen können.
„Regenbogenhaus“- offene Gruppenarbeit, Fröbelpädagogik und Kneipp
„Mozartweg“ - Reggio-Pädagogik
„Moorentaler Spatzen“ – lebensbezogener Ansatz
„Die kleinen Strolche“ - Situationsansatz, Naturerziehung
„Grönlandsonne“ - Religionspädagogik, ökologischer Ansatz
„Zwergenland“ - Situationsansatz, Waldtage
„Albert Schweitzer“ - Religionspädagogik, Situationsansatz
„Nordknirpse“ – Situationsansatz; Bewegungsfreundliche Kita, Projekt „Entdeckungen im Enten und Zahlenland“ (frühe mathematische Bildung)
„Ernst Thälmann“ in freier Trägerschaft – Integrations-Kindergarten
In unseren Tageseinrichtungen arbeiten pädagogische Fachkräfte, deren oberste Ziele das Wohl des Kindes sowie eine Förderung gemäß dem Erziehungs- und Bildungsauftrag nach dem Kindertageseinrichtungsgesetz sind. Den Fachkräften steht ein umfangreiches Qualifizierungs- und Fortbildungsangebot zur Verfügung, so dass die Qualität der Arbeit einem ständigen Anpassungsprozess unterliegt und somit auf höchstem Niveau gesichert wird.
Die Tageseinrichtungen für Kinder sind auch Orte für Eltern in der die Zusammen-arbeit mit den Eltern Grundlage der pädagogischen Arbeit ist. Entsprechend des ThürKitaG streben die Einrichtungen eine „Elternpartnerschaft“ an.
Im Mittelpunkt dieser Partnerschaft steht das gemeinsame Interesse an einer positiven Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit. Das Interesse, die Akzeptanz und die Mitarbeit der Eltern sind die wesentlichen Voraussetzungen für ein konstruktives Miteinander, das die Erziehung in familienergänzendem Sinn erst möglich macht.
Die Grundschulen sind enge und wichtige Partner der städtischen Tageseinrichtungen für Kinder. Für einen gelungenen Übergang vom Kindergarten zur Grundschule ist die Kontinuität des Bildungsprozesses und der Persönlichkeitsentwicklung über die Institutionen hinweg eine wesentliche Voraussetzung. Die Tageseinrichtungen initiieren und pflegen deshalb die regelmäßige Kooperation mit den Schulen.
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