Stadt Apolda

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Ortsteil Zottelstedt

Ortsteilbürgermeisterin Gisela Leistner

Mattstedter Straße 47
99510 Apolda OT Zottelstedt
Tel.: +49 3644 5182599 oder 0175 6205256
E-Mail schreiben

Sprechzeiten:
jeden Donnerstag von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Gemeinderaum Zottelstedt, 99510 Apolda OT Zottelstedt

Die Flurgröße von Zottelstedt beträgt 655 ha und die Einwohnerzahl beträgt gegenwärtig ca. 350. 1993 wurde der Ortsteil in die Stadt Apolda eingegegliedert. Der Ortsname wurde beibehalten. Politisch wird der Ortsteil gegenwärtig durch die Ortsteilratsmitglieder Udo Oehler, Steffen Marquardt, Eckart Weirich und Michael Becker sowie der Ortsteilbürgermeisterin Gisela Leistner vertreten.

Zur Geschichte

Zottelstedt ist ein kleiner Ort in Thüringen, der idyllisch eingebettet im Ilmtal liegt, dort wo der Pfiffelbach in die Ilm mündet. Im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld, dem sog. "Breviarium sancti Lulli" wurde Zottelstedt unter dem Namen "Zotanesstede" erstmalig 786 erwähnt. Mit der Namensform "Zotanesstat" im sog. "Ingelheimer Protokoll" von 876 Mai 18 (Urk. Ria Reichsabtei Fulda, Stiftsarchiv, unter dem gen. Datum) wurde Zottelstedt mit der fast gleichen Namensform etwa ein Jahrhundert spätergenannt. In einer Urkunde im Kloster Heusdorf wurde 1245 Zottelstedt unter dem Namen "Zodenstete" erwähnt. Die Namen wechselten im Mittelalter von "Zotonestate" auf "Zotamestedte" über "Zodenstete" und "Czotenstete" bis zum heutigen Zottelstedt.

Der Seierturm ist das Wahrzeichen von Zottelstedt. Er ist 23 m hoch und wurde 1499 erstmals urkundlich erwähnt. Er diente im Mittelalter als Richtstätte. Bis 1890 befanden sich zwischen den Rundbögen Halseisen zur Fesselung der Gefangenen. Eine Nachbildung der Halseisen wurde mit der Wideröffnung der Bögen im Jahre 2006 angebracht. Der wohl berühmteste Gast in Zottelstedt war der Maler Lyonel Feininger. Er malte den Seierturm im Jahre 1916. Eine Kopie des Bildes schenkte 1999 im Zuge der 500. Jahrfeier Landrat Münchberg der Gemeinde.

Der in Zottelstedt geborene Maler Walther Gelfert malte den Seierturm 1959. Er schenkte das Originalbild Anfang der 90er Jahre der Gemeinde Zottelstedt.

Zur Thüringer Sintflut 1613 stieg der Wasserspiegel der Ilm um ca. 6 - 8 m und zerstörte das Dorf im Uferbereich fast vollständig. Im Jahre 1664 gab es eine Brandkatastrophe, die 34 Häuser vernichtete.

Ein Steinkreuz (Sühnekreuz) aus dem 13. - 16. Jahrhundert steht unmittelbar am Ilmufer, Richtung Apolda. Im Jahre 1648 erbaute der Herzog von Weimar ein Jagdhaus in Zottelstedt. Dieses wurde 1820 als Gutshof verkauft und 1946 durch SMAD-Befehl (Sowjetische Militär-Administration Deutschland) abgerissen.

Die Dorfkirche wurde 1210 vom Markgrafen Dietrich von Meißen dem von ihm gegründeten Kloster in Eisenberg verliehen. Der Westturm im unterem Teil ist aus dem 14. Jahrhundert, das Schiff und der Chor in gotischer Ausführung aus dem 17. - 18. Jahrhundert.

Die Bebauung der Obermühle reicht bis ins 12. - 13. Jahrhundert zurück. Es gab auch eine Niedermühle, die wesentlich jünger war. Sie wurde jedoch im Jahre 1985 abgerissen. Im Jahre 1866 wurde eine Ilmbrücke mit Mittelpfeiler und eine befestigte Straße nach Apolda gebaut. Diese Brücke wurde im Jahre 1998 abgerissen und durch eine moderne Brücke ersetzt. Die Trinkwasserleitung wurde 1911 im Ort verlegt.

In Zottelstedt gibt es

  • einen Kirmesverein,
  • einen Fußballverein,
  • die Freiwillige Feuerwehr,
  • einen Kaninchenverein,
  • eine Rommégruppe und
  • einen Jugendclub.

Der Ilmradweg von Ilmenau bis Großheringen führt auch durch den Ort.