Stadt Apolda

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Ortsteil Nauendorf

Ortsteilbürgermeister Axel Janke

Mattstedter Weg 10b
99510 Apolda OT Nauendorf
Tel.: +49 3644 556659 oder 0163 5607066

Sprechzeiten:
jeden 3. Freitag im Monat
von 17:00 bis 18:00 Uhr
Gemeinderaum Nauendorf, 99510 Apolda OT Nauendorf

Im Jahr 2004 feierte Nauendorf seine urkundliche Ersterwähnung im Jahr 1124. Begebenheiten seit der der Ersterwähnung 1124 wurden in akribischer Arbeit durch unser Ortsteilratmitglied, Herrn Hans-Ulrich Krause, zusammengetragen und in unserer Festschrift interessant gestaltet. Die Festschrift zur 880-Jahr-Feier können Sie beim Ortsteilrat erhalten.

Mit der politischen Wende im Jahr 1990 und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten war auch in Nauendorf ein Umdenken und eine Neuorientierung zu spüren. Mit viel Elan wurden mit dem neu gewählten Ortsteilrat und dem größten Teil unserer Bürger vielfältige Aufgaben begonnen und einem guten Ende zugeführt.

Erinnert sei an die Gründung des Heimatvereins und den Erwerb der Schützenhalle, die Neugestaltung der Wickerstedter Straße, des Brückenwegs und der Straße am Kalkberg, die Errichtung eines Kinderspielplatzes mit Brunnen, Neugestaltung des Clubraumes und die Errichtung des Glockenturms. Diese Maßnahmen sowie einige weitere konnten nur durch eine funktionierende Dorfgemeinschaft, einen gut geführten Heimatverein, mit der Unterstützung unserer ansässigen Handwerker und Gewerbetreibenden sowie eines tatkräftigen Ortsteilrates realisiert werden. All diese Aktivitäten haben uns in unserer Dorfgemeinschaft nähergebracht.

Nauendorf gehört seit 1924 zur Stadt Apolda und ist somit der älteste Apoldaer Ortsteil. Sie liegt in einer Entfernung von ca. 3 km am östlichen Stadtrand von Apolda in Richtung Bad Sulza. Der Ortsteil ist mit ca. 170 Einwohnern die kleinste Ortsteil der Stadt Apolda. Ihre Fläche beträgt 4,92 km².

Aus dem Urkundenbuch des Erzstiftes Magdeburg im Jahre 1124 wurde der authentische Nachweis der Ortsgründung Nauendorfs als "nova villa" dokumentiert. Die Frage nach einer Ortsgründungsurkunde stellt sich zwar, entbehrt aber ihrer Nachforschung, ob der Kenntnis, dass im Mittelalter zahlreiche Dokumente durch Brände u.ä. verloren gegangen sind. Dank der überaus sorgfältigen geschichtlichen und religiösen Aufzeichungen in den Klöstern sind uns heute deutschlandweit und darüber hinaus Eckdaten, Abschriften und Erörterungen zu wesentlichen Ereignissen überliefert und erhalten geblieben.

Die Schützenhalle ist ursprünglich aus dem Begehren der seinerzeit schon ab 1775 bestehenden privaten Büchsen­schützen­gesellschaft 1775 e.V. Apolda geplant, projektiert, vielfach geändert und später realisiert worden. Am 13.09.1834 wurde eine neue Schützen-gesellschaft ins Leben gerufen. Zur Gründung wurde vom Großherzoglichen Hegereiter eingeladen.

Nachdem am 20.05.1836 die Gesellschaft weiterhin die Erlaubnis für den Bau einer Tanzloge gab, entstand das beliebte Schützenhaus. Mit der Verbesserung der Schußwaffen wurde aber bald der Wunsch nach weiteren Entfernungen laut. Unabhängig vom Schießstand am Schützenhaus gründeten 1877 drei Mitglieder der Gesellschaft und Mitglieder des Schützenbundes einen weiteren Schießstand für 300-Meter-Entfernungen. Der Beginn der Geschichte zur Schützenhalle zu Nauendorf war im Ergebnis vielfacher Standortüberlegungen nun fixiert.

Es entstand in Nauendorf eine moderne Sportschießanlage mit drei Zieleinrichtungen bis 300 Meter. Die Schützenhalle, durch ihre Vereinsmitglieder als Zentrum von Sport und Vergnügen nun mehr auserwählt, blühte in den Jahren bis zum 2. Weltkrieg. Danach war die Zeit der Vereine, insbesondere der Schützenvereine durch die Besatzung wesentlich oder ganz eingeschränkt. Die Besitznahme der Schützenhalle erfolgte vorerst durch sowjetische Truppen. Spätestens jetzt war der Sinn und Zweck der Schützenhalle nicht mehr zu realisieren. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie mitunter noch spontan für Geselligkeiten genutzt. Nach 1960 kam dann das Verhängnis der Einlagerung von Dünger und der allgemeinen Nutzung durch die LPG. Das war eigentlich der Niedergang der "historischen Schützenhalle". Salze und Unratreste zogen sich in Wände und Boden. Sie verfiel zunehmend bis in die 90er Jahre.

Der im Jahre 1996 gegründete Heimatverein stellte sich der Herausforderung, die Schützenhalle neu zu errichten. In den folgenden Jahren wurden bei Fortlauf des Veranstaltungs-, Fest-, Sport- und Ausstellungsbetriebes die Fundamente erneuert sowie Schäden am Mauerwerk und Dach vollständig behoben. Weiterhin wurde der ehemalige Haupteingang wieder hergestellt. Große Anstrengungen bereiteten die Außenanlagen mit Rodungen und Pflasterarbeiten unter Berücksichtigung der Vorbereitungen für die Rekonstruktion der Toilettenanlagen mit allen Zu- und Abwasserleitungen.

Dem Engagement des Heimatvereins und des Ortsteilrates ist es ebensfalls zu verdanken, dass der Glockenturm in Nauendorf wieder errichtet wurde. Dieses war nur mit finanzieller Hilfe Dritter und vielen Eigenleistungen des Heimatvereins möglich. Nachdem am 28.12.1907 Zeichnungen und statistische Nachweise der Firma Schilling für den Glockenturm eingegangen waren, konnte die Baurealisierung beginnen.

Nach Errichtung des Glockenstuhls wurde dieser fortan von der Gemeinde zu freudigen und angedenklichen Anlässen genutzt. Gegen Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts kam es durch nicht genau nachvollziehbare Ursachen und Gründe zum Abriss und leider auch Verlust der Schillingischen Glocke.

Vereine in Nauendorf

Heimatverein 1996 e.V. mit 28 Mitgliedern. Der Verein ist Eigentümer der Schützenhalle. Diese kann für ca. 350 Personen gemietet werden und hat eine große Freifläche.

Ortsansässige Firmen:

  • Autoservice Behrenbruch und Estel
  • Fahrradhandel Schäfer
  • Fahrzeugausrüstung
  • Maschinen und Werkzeuge Barth
  • Getränkegroßhandel Heinemann
  • PTG Pelletier- und Transportgesellschaft mbH
  • Schwachstromtechnik Wießner