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Stadt Apolda (Druckversion)

Chronik

Stadtgeschichte

Aus der traditionsreichen Glockengießerstadt stammt nicht nur die Glocke im Kölner Dom, der Decke Pitter, auch die Wiege der Dobermann-Zucht stand in Apolda.

Das Stadtbild ist geprägt von stolzen Bauten aus der Gründerzeit, die vom damaligen Wohlstand der Stricker und Wirker künden. Heute gibt es noch einige kleine aber international agierende Textilunternehmen, die mit ihren Fabrikverkäufen zum Einkaufen einladen.

Stadtgeschichte im GlockenStadtMuseum

Chronik (Auszug)

1119 „Apollde“ wird nachweisbar erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Anlass dazu sind die Schenkungen des Grafen Wichmann, zu der die Schlosskirche und die Martinskirche gehören, an die Hauptkirche St. Mariä zu Erpesphort (Erfurt).
1289 Die Burgsiedlung Apolda hat das Stadtrecht und führt jetzt ein eigenes Wappen und Siegel. Eine Urkunde bezeichnet die Ortsansässigen als „Stadtbürger“.
1440 Die älteste erhaltene Gemeindeverfassung entsteht und wird nachfolgenden Generationen im „Roten Buch“ überliefert.
1558/59 Es erfolgt die Erbauung eines neuen, größeren Rathauses.
1593 Im Erbzinsregister der Stadt erscheint erstmals der Name „David der Strickermann“. Er legte den Grundstein zur Strick- und Wirkwarenindustrie in Apolda, indem er die Apoldaer das Strumpfstricken mit fünf Nadeln lehrte.
1722 Johann Christof Rose errichtet hier die erste Glockengießerei. Die nachfolgenden Glockengießerfamilien Ulrich und Schilling lassen Apolda als „Glockenstadt“ weltweit bekannt werden.
1863 Der erste Apoldaer Hundemarkt findet statt. Später wird hier unter anderem der in Apolda gezüchtete „Dobermannpinscher“ präsentiert.
1868 Turner gründen erste freiwillige Feuerwehr
1887 Gründung der heutigen Vereinsbrauerei Apolda
1894 Die Lutherkirche und die St. Bonifatius-Kirche erhalten ihre Weihe.
1904 Der Bismarckturm an der Leipziger Straße wird geweiht. Es beginnt die Automobilproduktion in der Firma A. Ruppe und Sohn, ab 1912 „Apollo-Werke AG“.
1910 Hugo Michel gibt im eigenen Verlag den ersten „Europa-Katalog“ heraus. Seit 1920 verkauft der Leipziger Schwanenberger-Verlag den „Michel-Katalog“ in eigner Regie.
1913 Volksfestes vom Verschönerungsverein zur Einweihung des 4 Hektar großen Lohstücks.
1923 Die Glocke für den Dom zu Köln („Decker Pitter“) wird durch die Firma Gebrüder Ulrich, Glockengießerei AG Apolda, gegossen.
1952 Glockenmuseum gegründet
1994 Bildung des Kreises Weimarer Land
1995 1. Ausstellung im Kunsthaus Apolda Avantgarde
2011 „Gramont bittet zu Tisch“ auf Marktplatz durchgeführt
2017 4. Thüringer Landesgartenschau Blütezeit Apolda und 16. Thüringentag "Apolda klingt!"
2019 900 Jahre urkundliche Ersterwähnung Apoldas und 100 Jahre Bauhaus
http://www.apolda.de/kultur-tourismus/kultur-veranstaltungen/900-jahre/chronik/